Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit politischen Gestaltungsspielräumen im Zeitalter der Globalisierung. Im ersten Kapitel werden auf theoretischer Basis Strukturen und deren Produktion mit Hilfe von Dispositiven als handlungsermöglichende und -beschränkende Bedingungen vorgestellt. Globalisierung wird im zweiten Kapitel sowohl als strukturelle Bedingung beschrieben wie auch als diskursive Strategie, um Sachzwänge rechtzufertigen. Im abschließenden Kapitel wird gezeigt, dass die Unterwerfung unter die Sachzwänge der Globalisierung nicht unvermeidbar ist. Ausgehend von den Fallbeispielen der Lokalregierungen in Porto Alegre und Rio Grande do Sul wird radikaler Reformismus als Alternative vorgestellt.