Bildung ist als Entwicklungsziel und -instrument unumstritten, ihre strategisch wichtige Rolle wird immer wieder hervorgehoben. In diesem Sinne hat Bildung auch in alle internationalen Rahmenvereinbarungen, allen voran die Millenniumsziele, Eingang gefunden. Im globalen Diskurs um Armutsbekämpfung, Entwicklung und Bildung wird allerdings angenommen, dass Bildung gewissermaßen automatisch zu Armutsreduktion, Verbesserung der Lebenssituation und somit Entwicklung beitrage. Ob dieser Automatismus tatsächlich haltbar ist, von welchem Bildungsverständnis die verschiedenen globalen Bildungsinitiativen ausgehen und welche Rolle alternative Ansätze einerseits sowie die zunehmende weltweite Kommerzialisierung von Bildung andererseits spielen, wird im vorliegenden Artikel behandelt.