Dieser Artikel untersucht die Frage der Planbarkeit von Megastädten der Peripherie an Hand von Beispielen aus den südostasiatischen Metropolen Manila, Bangkok und Jakarta. Der Autor argumentiert, dass Stadtplanung generell ein sehr schwieriges bis unlösbares Unterfangen darstellt; ein Problem, das sich in Entwicklungsländern besonders deutlich stellt. Denn die Politik, die die Stadtplanung in den Primate Cities Südostasiens betrifft, wird einerseits auf unterschiedlichen Ebenen betrieben (Staat und Stadt; Staat und Privat), und andererseits resultieren die Entwicklungsdynamiken in diesen Städten seit der verstärkten Integration Südostasiens in globale wirtschaftliche, ökonomische und kulturelle Kontexte nicht mehr nur aus internen, d.h. nationalen und lokalen, Faktoren, sondern auch aus globalen. Die engen Grenzen der Stadtplanung machen die Initiativen lokaler informeller Gruppen und Organisationen zum Aufbau von Infrastruktur erforderlich. Um diese informelle Selbstorganisation zu untersuchen, wird in diesem Artikel mit dem Konzept der Lokalität gearbeitet, wobei Lokalität die Verbindung eines Territoriums mit einer organisierten Gruppe meint.