Im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit bewirk1e der EU-Beitritt Österreichs im Jahr 1995 neben der Verpflichtung zur Bereitstellung von fast 1 Mrd. A TS für die Entwicklungszusammenarbeit der EU vor allem eine Internationalisierung der österreichischen Entwicklungspolitik. Es wurden sowohl im Bereich der öffentlichen Verwaltung als auch bei der privaten Entwicklungszusammenarbeit Lern- und Diskussionsprozesse in Gang gesetzt, die für eine ak1ive Mitgestaltung der EU-Entwicklungszusammenarbeit eine notwendige Voraussetzung bilden. Die österreichische EU-Präsidentschaft im zweiten Halbjahr 1998 beschleunigt diesen Prozess der “Europäisierung” der österreichischen Entwicklungspolitik noch einmal wesentlich. Konkrete mittel- und langfristige Auswirkungen auf die Programmatik und die Politik sowie auf die außenpolitische Rolle Österreichs resultieren vor allem aus der Komplexitätserweiterung, die der Beitritt für Österreich und seine Außenbeziehungen als EU-Mitglied mit sich gebracht hat.