Frauen traten als Partnerinnen der Entwicklungszusammenarbeit später und langsamer ins Blickfeld als Männer. In dieser Untersuchung möchte ich in einem sehr kurz gefassten Vorspann zeigen, wie Frauen sich in den letzten drei Jahrzehnten im Süden und im Norden zur Entwicklungspolitik zu äußern begannen, sich auch ein theoretischer Diskurs entspann und sie allmählich zu Akteurinnen wurden. Der Hauptteil meiner Ausführungen befasst sich einerseits mit der Analyse solcher Veränderungen in den letzten Jahren – besonders seit der 4. UNO-Welt-Frauenkonferenz 1995 in Beijing – wie sie sich etwa in offiziellen Beschlüssen und Dokumenten manifestieren, andererseits mit der Frage, wie weit innerhalb der Geberländer, vor allem in Österreich, im Rahmen der EZA tatsächlich von Empowerment von Frauen gesprochen werden kann und wo noch dringender Handlungsbedarf besteht.