Dieser Artikel analysiert die verschiedenen organisatorischen und diskursiven Felder, die in der Praxis der nicht staatlichen, armutsorientierten und solidarischen EZA in Beziehung treten. Aus der Analyse, die Machtstrukturen und Zwange, in denen sich die EZA-Organisation im Heimatland befindet, explizit miteinbezieht, geht klar hervor, inwieweit die Interventionen der EZA das lokale soziale Gefüge verzerren können. Dass dabei in erster Linie die Partnerorganisation (lokale NGO) ermächtigt wird, scheint im System angelegt. Ob diese Ermächtigung positive oder negative Auswirkungen auf den Ermächtigungsprozess der Zielgruppe hat, hangt von einigen kritischen Faktoren, vor allem von der Rechenschaftspflicht und Verbindlichkeit der lokalen NGO gegenüber der Zielgruppe, ab. Aus der Analyse dieser kritischen Faktoren werden Implikationen für die EZA auf Projektebene sowie auf der Bühne des Heimatlandes abgeleitet.