Im Zentrum des Artikels steht die These, dass der Prozess der regionalen ökonomischen Integration von Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay als Redefinition eines sich verändernden ökonomischen Raumes betrachtet werden kann. Innerhalb des theoretischen Rahmens der Regulationstheorie entwickelt Faria ein Konzept zur Analyse der räumlichen Artikulation der ökonomischen Entwicklung und des Territoriums. Dabei werden die historischen Veränderungen zwischen dem peripheren fordistischen und postfordistischen Entwicklungsregime in diesen Ländern untersucht. Aus der Analyse ergeben sich Schlüsse für die aktuellen Entwicklungen, insbesondere für die Interpretation der regionalen Integration im Rahmen des Mercosur. Dieser stellt einen intermediärer Ort zwischen dem globalisierten Raum der Welt und dem Territorium der Nationen dar. Ob dieser neue Raum den Weg für eine neue Zeit öffnen und dazu beitragen wird, die sozialen Ungleichheiten in der Region zu verringern, kann derzeit noch nicht gesagt werden, denn diese würde von profunden politischen Veränderungen abhängen.